15.–17. Jahrhundert
Vertreibung der Juden aus Köln
1424·Cologne
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
das Wohnrecht wird nicht erneuert, die Gemeinde verlässt die Stadt und kehrt erst im 19. Jahrhundert zurück
Die jüdische Präsenz in Köln war eine der ältesten nördlich der Alpen, belegt durch ein kaiserliches Edikt aus dem vierten Jahrhundert. Nach den Massakern der Pest wiederhergestellt, lebte die Gemeinschaft von einem Aufenthaltsrecht, das der Stadtrat periodisch gegen Bezahlung erneuerte. Es wurde nicht verlängert.
Die Bewohner mussten die Stadt verlassen; die Synagoge, nahe dem Rathaus erbaut, wurde in eine städtische Kapelle umgewandelt. Das Aufenthaltsverbot blieb fast vier Jahrhunderte bestehen und fiel erst mit der französischen Besetzung und der Emanzipation. Die auf dem Rathausplatz durchgeführten Ausgrabungen haben seither das mittelalterliche Viertel mit seiner Mikwe und seiner Synagoge freigelegt.
- Zeitraum :
- 15.–17. Jahrhundert
- Art :
- Vertreibung
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Allemagne
*Germania Judaica*, volume III ; Sven Schütte, *Die Kölner Archäologische Zone* ; Salo Baron, *A Social and Religious History of the Jews*.