1900–1939
Legale Verfolgung
17 nov. 1938·Italie
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
die faschistischen Rassengesetze schließen Juden von Schule, Armee und öffentlichem Dienst aus und verbieten Mischehen
Die am 17. November 1938 erlassenen Rassengesetze schließen die Juden Italiens als Schüler und als Lehrer von der öffentlichen Schule aus, ebenso vom Militär, vom öffentlichen Dienst und von den reglementierten Berufen; sie verbieten Ehen zwischen Juden und „Ariern" und schränken den Grundbesitz und den Gewerbebetrieb ein. Sie folgen auf das Manifest der Rasse und wenden sich gegen ein Regime, das lange Zeit Juden unter seinen Kadern gezählt hatte.
Italien besaß eine der ältesten jüdischen Gemeinschaften Europas, weitgehend integriert und zahlenmäßig sehr klein. Die Gesetze zerstören akademische Laufbahnen, zwingen Familien ins Exil — Enrico Fermi verlässt das Land mit seiner jüdischen Ehefrau — und bereiten, nach der deutschen Besetzung der Halbinsel, die Razzien und Deportationen vor.
- Zeitraum :
- 1900–1939
- Art :
- Verfolgung
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Italie
Gazzetta Ufficiale du royaume d'Italie ; archives des communautés israélites italiennes.