Antike
Der Prätor Cornelius Hispalus vertreibt die Juden aus Rom und Italien wegen religiöser Propaganda (Valerius Maximus)
139 av. J.-C.·Rome
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Der Praetor peregrinus Cornelius Hispalus verwies die in Rom und Italien ansässigen Juden des Landes, mit der Begründung, sie hätten versucht, ihre Riten unter den Römern zu verbreiten. Die Notiz des Valerius Maximus, die einzige Quelle dieses Vorgangs, verbindet diese Maßnahme mit der am selben Tag ausgesprochenen Ausweisung der chaldäischen Astrologen.
Es ist die erste bekannte Ausweisung von Juden aus einer Stadt des Abendlandes. Sie blieb ohne Folgen — die Gemeinde Roms ist kurz darauf erneut bezeugt und hörte nie auf, dort zu leben —, doch eröffnete sie eine Rechtsprechung, die das christliche Europa fünfzehn Jahrhunderte lang unwissentlich aufgreifen sollte.
- Zeitraum :
- Antike
- Art :
- Massaker
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Italie
Valère Maxime, Faits et dits mémorables ; épitomés de Julius Paris et de Nepotianus.