13.–14. Jahrhundert
Legale Verfolgung
1215·Rome, IVᵉ concile du Latran
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
obligatorisches Erkennungszeichen, Ausschluss von öffentlichen Ämtern, Verbot, sich zur Osterzeit in der Öffentlichkeit zu zeigen
Das Vierte Laterankonzil, von Innozenz III. in Rom einberufen, ist die Versammlung, die auf Jahrhunderte die Stellung der Juden in der Christenheit festlegt. Es schreibt ein Erkennungszeichen auf der Kleidung vor, damit die Juden nicht mit den Christen verwechselt werden können, versperrt den Zugang zu öffentlichen Ämtern und verbietet das Erscheinen in der Öffentlichkeit während der heiligen Ostertage.
Die Kanones schreiben keine Gewalt vor, doch sie machen die Unterschiedlichkeit für alle sichtbar und verwandeln einen Rechtsstatus in ein am Körper getragenes Mal. Jedes Königreich wendet sie sodann auf seine Weise an — die Rouelle in Frankreich, der Spitzhut im Reich, das Abzeichen in England — und von dort leitet sich im Wesentlichen die diskriminierende Gesetzgebung der folgenden Jahrhunderte her.
- Zeitraum :
- 13.–14. Jahrhundert
- Art :
- Verfolgung
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Italie
*Conciliorum Oecumenicorum Decreta*, canons LXVII à LXX ; Solomon Grayzel, *The Church and the Jews in the XIIIth Century*.