Die Shoah (1939–1945)
Deportation der Juden von Stettin
12-13 févr. 1940·Stettin
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Erste Deportation deutscher Juden in den Bezirk Lublin: Familien werden nachts verhaftet und mit der Bahn nach Osten verschickt.
In der Nacht vom zwölften auf den dreizehnten Februar werden die jüdischen Familien von Stettin verhaftet und per Zug in den Distrikt Lublin deportiert. Es ist die erste Deportation von Juden aus Deutschland in den Osten.
Die Aktion wird probeweise, ohne allgemeine Anweisung, von regionalen Behörden durchgeführt, die ihre Provinz „judenfrei" machen wollen. Die Deportierten werden mitten im Winter in polnischen Kleinstädten ohne Unterkunft und Mittel zurückgelassen. Der ausländische Protest, den sie auslöst, wird dazu führen, diese Transporte vorübergehend auszusetzen — nicht, sie aufzugeben.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Allemagne
Archives du Reich ; rapports diplomatiques étrangers.