1900–1939
Rechtliche Verfolgung
12 novembre 1938·Allemagne
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
nach der Kristallnacht wird der Gemeinde eine « Sühnegeld » von einer Milliarde Mark auferlegt, und sie wird aus der Wirtschaft ausgeschlossen
Am zwölften November, am Tag nach der Kristallnacht, wird der jüdischen Gemeinschaft Deutschlands eine „Sühneleistung" von einer Milliarde Mark auferlegt, die für die erlittenen Zerstörungen verantwortlich gemacht wird. Sie wird gleichzeitig aus dem Wirtschaftsleben ausgeschlossen.
Die Umkehrung ist vollständig: Die Opfer zahlen für die Schäden, und die ihnen zustehenden Versicherungsentschädigungen werden vom Staat eingezogen. Die an diesem Tag unter dem Vorsitz von Göring abgehaltene Besprechung beschließt überdies die Ausschaltung der Juden aus dem gesamten Handel und Handwerk. Dies ist der Moment, in dem die Verfolgung aufhört, eine Politik der Ausgrenzung zu sein, und zu einem organisierten Beraubungsunternehmen wird.
- Zeitraum :
- 1900–1939
- Art :
- Verfolgung
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Allemagne
Procès-verbal de la réunion du ministère de l'Air ; journal officiel du Reich.