18. Jahrhundert
Doppelbesteuerung
1794·Empire russe
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
ein Erlass von Katharina II. erlegt den Juden eine doppelt so hohe Steuer auf wie Christen auf, fiskalische Verfolgung, die der Residenzpflicht entspricht
Ein Dekret Katharinas II. erlegte den Juden des Russischen Kaiserreichs eine Kopfsteuer auf, die doppelt so hoch war wie jene, die Kaufleute und bürgerliche Christen gleichen Standes zu zahlen hatten. Die Maßnahme verdoppelte, im eigentlichen Sinne des Wortes, jene, die sie eben erst auf die an Polen angegliederten Provinzen beschränkt hatte: Zum Verbot der Freizügigkeit kam die Last hinzu, doppelt zu zahlen, um bleiben zu dürfen. Wer das Kaiserreich verlassen wollte, musste die Steuer für mehrere Jahre im Voraus entrichten. Das Prinzip einer gesonderten Besteuerung, das damit begründet wurde, blieb unter Paul I. bestehen und wurde erst unter Nikolaus I. aufgehoben, als es durch die Wehrpflicht ersetzt wurde, die noch mehr kostete.
- Zeitraum :
- 18. Jahrhundert
- Art :
- Verfolgung
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Empire russe
Simon Doubnov, *Histoire des Juifs de Russie et de Pologne* ; John Doyle Klier, *Russia Gathers Her Jews* ; Benjamin Nathans, *Beyond the Pale*.