18. Jahrhundert
Ukas von Katharina I.
26 avril 1727·Empire russe, Ukraine
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Vertreibung aller Juden aus Russland und Kleinrussland, Vermögen und Bargeld beim Grenzübertritt einbehalten
Der Ukas von Katharina I. ordnet an, dass alle Juden aus Russland und Kleinrussland, das heißt aus der damals unter russischer Herrschaft stehenden Ukraine, vertrieben werden sollen und die Grenze ohne Gold oder Silbermünzen zu überschreiten haben, da ihr Vermögen in russische Waren umgewandelt werden müsse.
Die Maßnahme steht in einer beständigen Politik der Zaren seit Iwan dem Schrecklichen: Das russische Kaiserreich verstand sich als den Juden verschlossen. Sie wurde von Elisabeth erneuert, die die Gesuche der Kaufleute mit der Erklärung ablehnte, keinerlei Gewinn von den Feinden Christi zu wollen. Alles sollte sich bei den Teilungen Polens ändern, als das Kaiserreich mit einem Schlag die größten Gemeinschaften Europas annektierte.
- Zeitraum :
- 18. Jahrhundert
- Art :
- Vertreibung
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Empire russe
*Polnoïe sobranié zakonov Rossiiskoï imperii* ; Simon Doubnov, *History of the Jews in Russia and Poland* ; John Klier, *Russia Gathers Her Jews*.