19. Jahrhundert
Ausweisung der Gemeinde, da die Stadt aus der Residenzzone entfernt wird
1893·Yalta
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
die Familien müssen fortgehen, einige Kaufleute der ersten Gilde ausgenommen
Yalta wurde aus dem Ansiedlungsrayon herausgenommen, und seiner Gemeinde wurde befohlen zu gehen. Die Stadt war zu einem Kurort geworden, in dem der Hof und die gute Gesellschaft den Winter verbrachten, und man erachtete die jüdische Präsenz als unvereinbar mit diesem neuen Zweck. Einige Kaufleute der ersten Gilde wurden ausgenommen, ebenso Kranke mit einem ärztlichen Attest, was zu dem in solchen Fällen üblichen Handel mit Bescheinigungen führte. Die aus Yalta vertriebenen Familien zogen sich nach Sewastopol und in die offengebliebenen Städte der Krim zurück. Die Episode ist von kleinem Ausmaß und dennoch aufschlussreich: Sie zeigt, dass sich der Ansiedlungsrayon am Ende des Jahrhunderts nicht mehr durch große Gesetze verengte, sondern Stadt für Stadt, je nach den örtlichen Interessen.
- Zeitraum :
- 19. Jahrhundert
- Art :
- Vertreibung
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Empire russe
Simon Doubnov, *Histoire des Juifs de Russie et de Pologne* ; Benjamin Nathans, *Beyond the Pale* ; *Encyclopaedia Judaica*, article « Crimea ».