18. Jahrhundert
Schließung der Synagogen unter dem Schrecken
1793-1794·France
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Kult verboten, rituelle Objekte beschlagnahmt, Honoratioren inhaftiert, Verfolgung auf alle Bekenntnisse ausgedehnt
Die Entchristianisierung traf die Synagogen wie die Kirchen: der Gottesdienst wurde verboten, die Gebetsstätten geschlossen oder in Läden und Tempel der Vernunft umgewandelt, die rituellen Gegenstände beschlagnahmt, die silbernen Kronen und Torazeiger eingeschmolzen. Notabeln wurden inhaftiert, einige hingerichtet; Gemeinden mussten außerordentliche Abgaben entrichten. Die Verfolgung richtete sich nicht besonders gegen die Juden — sie traf alle Konfessionen, und der widerspenstige Klerus zahlte den höchsten Preis —, doch sie traf Juden in Frankreich, die gerade eben die Bürgerschaft erlangt hatten und noch keinerlei gefestigten Schutz besaßen. Der Gottesdienst wurde nach der Schreckensherrschaft wiederhergestellt.
- Zeitraum :
- 18. Jahrhundert
- Art :
- Verfolgung
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- France
Zosa Szajkowski, *Jews and the French Revolutions* ; Robert Badinter, *Libres et égaux* ; Ronald Schechter, *Obstinate Hebrews*.