15.–17. Jahrhundert
Ausweisung der Juden aus der Republik Genua, wiederholt nach einem Jahrhundert prekärer Toleranz
1567·Gênes
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Die Republik Genua erneuerte die Ausweisung ihrer Juden nach einem Jahrhundert prekärer Duldung, die aus widerruflichen Zulassungen und aufeinanderfolgenden Ausweisungen bestand.
Norditalien bot lange, zwischen den Kirchenstaaten und den Handelsrepubliken, ein Regime interessierter Duldung: Man ließ Pfandleiher durch befristete Verträge zu, verlängerte diese, solange man ihrer bedurfte, und vertrieb sie danach. Genua verfuhr so über Generationen hinweg. Die italienischen Juden lebten damit unter einem Regime des Pachtrechts statt eines Rechts.
- Zeitraum :
- 15.–17. Jahrhundert
- Art :
- Vertreibung
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Italie
Archives génoises ; Milano, Storia degli ebrei in Italia.