15.–17. Jahrhundert
Beschlagnahme der Güter portugiesischer Marranen, die in den päpstlichen Hafen geflohen waren
1532·Ancône
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Das Vermögen der portugiesischen Marranen, die in den päpstlichen Hafenort Ancona geflüchtet waren, wurde beschlagnahmt.
Ancona war der Hafen des Kirchenstaates an der Adria, und die Päpste hatten portugiesische Kaufleute durch Schutzgeleitbriefe dorthin gelockt, um den Handel mit der Levante zu fördern, und ihnen zugesichert, dass man sie in Glaubensdingen nicht belangen würde. Diese Zusicherungen wurden je nach Pontifikat widerrufen, erneuert und erneut widerrufen; dies ist einer der Fälle, an denen sich am deutlichsten ablesen lässt, was das einem Konvertiten gegebene Wort damals wert war.
- Zeitraum :
- 15.–17. Jahrhundert
- Art :
- Massaker
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Italie
Ouvrages sur les marranes d'Italie et sur le port d'Ancône.