13.–14. Jahrhundert
«Judenschlacht»
1241·Francfort
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Ein Streit, der den Chronisten zufolge um einen jungen Mann der Gemeinde entstand, der sich taufen lassen wollte, weitete sich zum allgemeinen Aufruhr aus. Die Juden von Frankfurt bewaffneten sich und verteidigten sich; das an ihre Häuser gelegte Feuer griff auf das benachbarte Viertel über, und ein Teil der Stadt brannte mit ihnen nieder.
Die deutschen Chroniken nennen das Ereignis die *Judenschlacht* — das Wort besagt, dass man darin kein Massaker sah, sondern eine Auseinandersetzung. Eine kleine Zahl nahm die Taufe an und wurde verschont.
Friedrich II., der die Juden als seiner Kammer zugehörig betrachtete, forderte von der Stadt Wiedergutmachung und verhängte eine Geldstrafe; die Gemeinde bildete sich neu, und Frankfurt sollte im folgenden Jahrhundert eine der bedeutendsten in Deutschland werden.
- Zeitraum :
- 13.–14. Jahrhundert
- Art :
- Massaker
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Allemagne
*Annales de Francfort* ; *Memorbuch* de Nuremberg.