Frühmittelalter und Kreuzzüge
Französische Ritter, die nach Barbastro kamen, um zu kämpfen, greifen unterwegs Gemeinden an; Papst Alexander II. schreibt an die Bischöfe Spaniens, um ihnen dies zu verbieten
1063·Aragon
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Ritter aus Frankreich, die für den Feldzug von Barbastro ausgezogen waren, griffen unterwegs die jüdischen Gemeinden Aragons und der Pyrenäenabhänge an, da sie es für recht hielten, mit den Ungläubigen zu beginnen, denen sie begegneten, bevor sie die anderen aufsuchen würden.
Papst Alexander II. schrieb an die Bischöfe Spaniens und an den Vicomte von Narbonne, um diese Gewalttaten zu verurteilen, und stellte dabei jene Unterscheidung auf, die zur Doktrin werden sollte: Die Muslime bekriegen die Christen, die Juden sind überall bereit zu dienen, daher ist es nicht erlaubt, sie zu töten. Der Brief ist das erste päpstliche Dokument, das die Juden gegen einen Kreuzzug im Vorfeld schützt.
- Zeitraum :
- Frühmittelalter und Kreuzzüge
- Art :
- Massaker
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Espagne
Lettres d'Alexandre II ; Decretum de Gratien ; chroniques aragonaises.