Anschläge (seit 1970)
Bombenanschlag auf Bus 2 (Jerusalem)
19 août 2003·Jérusalem, bus 2
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Der Bus 2 fährt von der Altstadt hinauf nach Shmuel HaNavi und Ramat Eshkol und durchquert dabei die ultraorthodoxen Viertel von Jerusalem; an Festabenden bringt er die zahlreichen Familien zurück, die von der Klagemauer kommen. Am 19. August 2003, am Abend, steigt ein als orthodoxer Jude verkleideter Selbstmordattentäter ein und sprengt sich in dem überfüllten Fahrzeug in die Luft. Der Anteil der Kinder unter den Toten ist einer der höchsten aller Anschläge der zweiten Intifada, und die Haredim-Gemeinschaft Jerusalems, die bis dahin vergleichsweise verschont geblieben war, wird davon erschüttert. Der Anschlag beendet den Waffenstillstand — die *hudna* —, den die palästinensischen Organisationen eben in jenem Sommer ausgerufen hatten; die Hamas bekennt sich dazu.
- Zeitraum :
- Anschläge (seit 1970)
- Art :
- Anschlag
- Region :
- Eretz Israel
- Land :
- Terre d'Israël
Benny Morris, *Righteous Victims* ; Matthew Levitt, *Hamas: Politics, Charity, and Terrorism in the Service of Jihad* ; Institut national israélien de mémoire des victimes d'actes hostiles.