Die Shoah (1939–1945)
Ausweisung der Juden aus dem Elsass und aus Lothringen
juill.-nov. 1940·Alsace et Moselle
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Die ans Reich angegliederten Departements werden ihrer jüdischen Bevölkerung entleert, die in die unbesetzte Zone vertrieben wird.
Das Elsass und die Mosel, die bereits im Sommer nach der Niederlage faktisch dem Reich eingegliedert wurden, sind die ersten Gebiete Frankreichs, die ihrer jüdischen Bevölkerung beraubt werden. Die Gemeinden von Strasbourg, Colmar, Metz und der unzähligen ländlichen Ortschaften, die seit Jahrhunderten die dichteste jüdische Besiedlung des Landes ausmachten, werden in die unbesetzte Zone vertrieben, mit dem Gepäck, das ein Zug erlaubt. Die Synagogen werden niedergebrannt oder umgenutzt, die Friedhöfe geschändet, das Eigentum beschlagnahmt. Jene, die ins Limousin, in die Dordogne oder in die Pyrenäen gelangen, errichten dort Exilgemeinden, die zwei Jahre später von den Razzien der freien Zone eingeholt werden.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- France
Mémorial de la Shoah, Paris ; Yad Vashem, base des communautés.