13.–14. Jahrhundert
Kastilischer Bürgerkrieg
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Gemeinden geplündert und massakriert durch die Truppen Heinrich von Trastámaras
Der Bürgerkrieg zwischen Peter I. von Kastilien und seinem Halbbruder Heinrich von Trastámara nimmt auf Seiten der Prätendenten die Gestalt eines Feldzugs gegen die Juden an, die die Propaganda als Stützen des legitimen Königs und als Urheber des Steuerdrucks darstellt. Die Truppen von Trastámara durchqueren das Ebrotal und plündern die Judenviertel von Nájera und Miranda de Ebro.
Die kastilischen Gemeinden, wohlhabend und zahlreich, gehen aus diesem mehr als ein Jahrzehnt dauernden Konflikt ruiniert hervor. Das damals geprägte Argumentarium — der Jude als Agent der königlichen Fiskalbehörde und Feind des Volkes — wird in den Predigten wieder aufgegriffen, die den großen Aufstand am Ende des Jahrhunderts vorbereiten.
- Zeitraum :
- 13.–14. Jahrhundert
- Art :
- Militärische Unterdrückung
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Espagne
Pero López de Ayala, *Crónica del rey don Pedro* ; Yitzhak Baer, *A History of the Jews in Christian Spain* ; Salomon ibn Verga, *Shevet Yehouda*.