Frühmittelalter und Kreuzzüge
Zusammenbruch der Almoraviden
1140-1146·Al-Andalus
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Gemeinden von Sevilla, Lucena und Córdoba während der Bürgerkriege erpresst und zerstreut
Der Zusammenbruch des almoravidischen Reiches öffnete in al-Andalus ein Jahrzehnt der Bürgerkriege, in dem lokale Anführer, Berberstämme und die Vorhuten der Almohaden um die Städte kämpften. Die jüdischen Gemeinden von Sevilla, Lucena und Córdoba trugen die Folgen: von den einen mit Lösegeld belegt, von den anderen geplündert, zerstreuten sie sich.
Lucena war seit langem eine fast vollständig jüdische Stadt, Sitz der Akademie, an der Isaac Alfassi und danach Joseph ibn Migash lehrten, und aus der die Generation von Juda Halévi und Maïmonide hervorging. Ihr Niedergang als Studienzentrum ist eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geistesgeschichte des spanischen Judentums.
Diese Jahre bilden den Übergang zwischen dem Andalusien der Taifa-Königreiche, in dem ein Jude Wesir sein konnte, und dem almohadischen Andalusien, in dem er kein Jude mehr sein durfte. Viele zogen damals in die christlichen Königreiche des Nordens oder in den Orient.
- Zeitraum :
- Frühmittelalter und Kreuzzüge
- Art :
- Militärische Unterdrückung
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Espagne
Abraham ibn Dawd, Livre de la tradition ; chroniques andalouses.