Le Code de Hammurabi — Fondement du droit proche-oriental
חוקי חמורבי
Verfasser: Hammurabi, roi de Babylone (c. 1792–1750 av. J.-C.)
Datum: c. 1750 av. J.-C.
Aufbewahrung: Musée du Louvre (Paris)
hinterlegt am 16. April 2026 · Register Geschichte · Verwahrer, nicht Eigentümer
❧ Beschreibung
Der Kodex Hammurabi, eingraviert auf einer 2,25 Meter hohen schwarzen Dioritsäule, die 1901–1902 in Susa entdeckt wurde, ist das berühmteste Rechtskodex der Antike. Seine 282 Artikel decken Familienrecht, Handel, Landwirtschaft, Arbeit und Strafrecht ab. Für das Studium der Torah ist der Kodex Hammurabi von entscheidender Bedeutung: die Parallelen zu biblischen Rechtskodizes — der Bundescodex (Exodus 21–23), die deuteronomischen Gesetze und der Heiligkeitscodex (Levitikus 17–26) — sind sowohl auffallend als auch aufschlussreich. Das Talionsgesetz («Auge um Auge»), die Gesetze über den stößigen Ochsen, die Regeln über Hinterlegung und Darlehen zeigen Textsimilaritäten, die ein gemeinsames Rechtserbe des Alten Vorderen Orients bezeugen, offenbaren aber auch tiefe Unterschiede: Während Hammurabi Strafen nach sozialer Schicht gestaffelt, behauptet die Torah die Gleichheit vor dem Gesetz.
In der Geschichte
Kritische Forschung
Datierung
English
The Code of Hammurabi, engraved on a 2.25-meter diorite stele discovered at Susa, is Antiquity's most famous law code. Its parallels with biblical legal codes — the Covenant Code, Deuteronomic laws, Holiness Code — are both striking and revelatory, attesting to a common Near Eastern legal heritage while revealing the Torah's distinctive egalitarian ethic.