1900–1939
Arisierung jüdischer Vermögen nach dem Anschluss
1938·Autriche
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Unternehmen, Wohnungen und Konten eingezogen unter der Leitung des Büros von Adolf Eichmann
Nach dem Anschluss wurde die Arisierung jüdischen Eigentums in Österreich unter der Leitung des Büros von Adolf Eichmann durchgeführt: Unternehmen, Wohnungen und Konten wurden konfisziert.
Österreich diente als Laboratorium. Was in Deutschland schrittweise über mehrere Jahre vollzogen worden war, wurde dort in wenigen Monaten angewandt, und das Wiener Büro entwickelte die administrative Kette — zunächst Enteignung, dann Zwangsauswanderung —, die anschließend auf das gesamte Reich übertragen wurde. Dort bildete sich der Apparat heraus, der später die Deportation organisieren sollte.
- Zeitraum :
- 1900–1939
- Art :
- Massaker
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Autriche
Archives du bureau de Vienne ; actes du procès Eichmann.