15.–17. Jahrhundert
Maximilian I. vertreibt die Juden aus der Steiermark gegen Entschädigung durch die Stände
1496·Styrie
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Maximilian I. vertrieb die Juden aus der Steiermark, nachdem die Stände des Herzogtums ihm eine Entschädigung gezahlt hatten, um den Einnahmeverlust auszugleichen, den er durch ihren Weggang erleiden würde.
Dies ist das deutlichste Beispiel dafür, was die Juden einem Fürsten zu jener Zeit wert waren: Sie waren eine Steuerquelle, und man musste diese Quelle ablösen, um ihre Ausweisung zu erwirken. Die Vertreibung wurde von Adel und Städten betrieben, die bei den Geldverleihern verschuldet waren und auf diese Weise die Aufhebung ihrer Schulden erreichten.
- Zeitraum :
- 15.–17. Jahrhundert
- Art :
- Massaker
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Autriche
Lohrmann, Judenrecht und Judenpolitik im mittelalterlichen Österreich ; Ouvrages sur les expulsions des pays autrichiens.