KunstXVIIIe–XIXe siècle· XVIIIe siècle
Illuminierte Ketouba des romaniotischen Ritus (Korfu)
Das Große Buch bereichernכתובה
Beschreibung
Die Ketouba ist der jüdische Ehevertrag, der die Verpflichtungen des Ehemanns gegenüber der Ehefrau festlegt, insbesondere die finanziellen Zusagen, die ihren Schutz garantieren, und der unter dem Traubaldachin gelesen wird. Dieses Exemplar gehört zum romaniotischen Ritus, einer Tradition der griechischsprachigen Juden des Balkans und der Ionischen Inseln, deren Geschichte bis in die Antike zurückreicht und die sich von den sephardischen und aschkenasischen Gepflogenheiten unterscheidet. In Korfu, wo romaniotische, italienische und sephardische Gemeinden nebeneinander existierten, zeichnen sich die illuminierten Ketubbot durch ihre floralen Bordüren in lebhaften Farben und ihre Darstellungen biblischer Figuren aus. Als Objekt des Rechts und der Kunst zugleich illustriert dieser Vertrag den Reichtum der Kunstfertigkeit bei Eheverträgen in den jüdischen Gemeinden des östlichen Mittelmeerraums.
Merkmale
- Material
- Parchemin
- Provenienz
- Îles Ioniennes (Corfou)
Bibliografie
- Encyclopaedia Judaica — 2e éd., Keter/Macmillan
- Jewish Virtual Library ↗
Weitere Objekte — Kunst
Mosaik von Beit Alpha
Beit Alpha, vallée de Jezréel
Meguilat Esther enluminée
Europe (Italie, Pays-Bas)
Challah-Abdeckung aus Marokko, bestickt
Maroc
Orientierungstafel (mizrah) in Kupfer graviert aus dem Maghreb
Afrique du Nord (Maroc, Algérie, Tunisie)
Jüdischer Ehering aus alter Goldschmiedekunst
Italie et Allemagne
Verlobungsring (Siblonot) mit gravierter Plakette aus Deutschland
Allemagne, Europe centrale