Antike
Massaker an den Juden der hellenistischen Städte
66·Damas, Scythopolis, Ascalon, Ptolémaïs, Tyr, Hippos, Gadara
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Die Nachricht vom Aufstand in Judäa löste in den hellenistischen Städten Syriens, der Küste und der Dekapolis eine Welle fast gleichzeitiger Massaker aus. Die jüdischen Gemeinden lebten dort mitunter seit Generationen, vermischt mit der griechischen und syrischen Bevölkerung; sie wurden für solidarisch mit den Aufständischen gehalten.
Josèphe berichtet den Fall von Scythopolis als den bittersten: Die Juden der Stadt hatten Seite an Seite mit ihren Mitbürgern gegen die aus Judäa heranziehenden Banden gekämpft, ehe sie unter dem Vorwand, sie zu schützen, außerhalb der Mauern versammelt und dann massakriert wurden. In Damaskus sperrte die Bevölkerung die Ihren im Gymnasium ein, bevor sie sie tötete; in Ascalon, in Ptolemaïs, in Tyrus, in Hippos und in Gadara geschah dasselbe in wenigen Tagen.
Diese Massaker verwandelten einen judäischen Aufstand in einen allgemeinen Krieg zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen der Provinz.
- Zeitraum :
- Antike
- Art :
- Massaker
- Region :
- Eretz Israel
- Land :
- Syrie et Terre d'Israël
Flavius Josèphe, *La Guerre des Juifs*.