Die Shoah (1939–1945)
Aufstand des Sonderkommandos
7 oct. 1944·Auschwitz-Birkenau
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Die in den Krematorien eingesetzten Gefangenen erheben sich mit Pulver, das von Arbeiterinnen der Union-Fabrik weitergegeben wurde; Krematorium IV wird zerstört.
Am 7. Oktober 1944 erhoben sich die Häftlinge des Sonderkommandos von Auschwitz-Birkenau, die zwangsweise zum Dienst in den Gaskammern und Krematorien eingeteilt worden waren. Da sie wussten, dass sie wie ihre Vorgänger liquidiert werden würden, sprengten sie das Krematorium IV mit Sprengstoff, der von jüdischen Arbeiterinnen der Union-Fabrik heimlich eingeschmuggelt worden war, durchbrachen die Stacheldrahtverhaue und versuchten, die Wälder zu erreichen.
Der Aufstand wurde noch am selben Tag niedergeschlagen und die Aufständischen getötet. Vier der Arbeiterinnen, darunter Roza Robota, wurden vor den versammelten Häftlingen gehängt, nachdem sie unter der Folter niemanden verraten hatten. In den Tagen dieses Aufstands vergruben Mitglieder des Sonderkommandos in der Nähe der Krematorien die Manuskripte, in denen sie festgehalten hatten, was sie sahen — nach dem Krieg wurden sie wiedergefunden.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Pologne
Manuscrits enfouis du Sonderkommando ; archives du musée d'État d'Auschwitz-Birkenau et dépositions des survivants.