Die Shoah (1939–1945)
Razzia und Deportation der Juden von Skopje
mars 1943·Skopje
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Die Juden der Stadt, in einer Nacht von den bulgarischen Behörden verhaftet, werden im Tabaklager des Monopols eingesperrt, bevor sie in drei Zügen nach Osten fahren.
Skopje beherbergte die zahlreichste jüdische Gemeinschaft Mazedoniens, sefardisch und noch immer Judenspanisch sprechend, dort seit der Vertreibung aus Spanien ansässig. Die Aufteilung Jugoslawiens stellte die Provinz unter bulgarische Verwaltung, ein Regime, das die Juden seines Vorkriegsgebiets schützte, aber akzeptierte, jene der annektierten Gebiete auszuliefern. Im frühen Morgengrauen des elften März umstellte die bulgarische Polizei die jüdischen Viertel von Skopje und verhaftete die gesamte Gemeinschaft. Die Familien wurden in dem Tabakdepot des staatlichen Monopols am Stadtausgang eingeschlossen, wo sie wochenlang unter extremen Bedingungen der Überfüllung festgehalten wurden. Von dort brachen Ende des Monats drei Konvois Richtung Osten auf. Fast niemand kehrte zurück.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Macédoine du Nord
Jaša Romano, *Jevreji Jugoslavije* ; Frederick Chary, *The Bulgarian Jews and the Final Solution* ; Zvi Loker (dir.), *Pinkas Hakehillot Yugoslavia*, Yad Vashem.