Die Shoah (1939–1945)
Gescheiterte Razzia in Dänemark
1-2 oct. 1943·Danemark
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Wenige Tage zuvor gewarnt, wird die Gemeinde versteckt und dann mit Fischerbooten nach Schweden gebracht: etwa 7 200 Personen entgehen der Deportation.
Einige Tage im Voraus von einem deutschen Diplomaten, Georg Duckwitz, gewarnt, verschwindet die jüdische Gemeinschaft Dänemarks aus den Adressen, an denen die Polizei in der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1943 nach ihr suchte. Bei Nachbarn versteckt, in Krankenhäusern, Pfarrhäusern und auf Bauernhöfen, wird sie anschließend zu den Fischerhäfen des Øresund gebracht und auf Fischerbooten nach Schweden, einem neutralen Land, übergesetzt.
Nahezu die gesamte Gemeinschaft entgeht so der Deportation. Jene, die aufgegriffen wurden — alte Menschen, Kranke, Nachzügler — wurden nach Theresienstadt geschickt, wo die dänische Regierung erwirkte, dass sie vom Roten Kreuz besucht und mit Paketen versorgt werden konnten; fast alle kehrten zurück. Dänemark ist das einzige besetzte Land, dessen jüdische Bevölkerung als Ganzes gerettet wurde.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Westeuropa
- Land :
- Danemark
Archives danoises de l'occupation ; témoignages des passeurs et documents du ministère danois des Affaires étrangères.