Die Shoah (1939–1945)
Das Ghetto von Theresienstadt füllt sich
1942·Theresienstadt
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Die Festungsstadt empfängt die Transporte aus Böhmen, Mähren, dem Reich und Österreich; die Überbelegung, der Hunger und die Krankheit führen dort zum Tod vieler älterer Bewohner, während die nahe gelegene Kleine Festung als Gestapo-Gefängnis dient.
Das Ghetto Theresienstadt, eingerichtet in einer befestigten Garnisonstadt nördlich von Prag, füllt sich im Laufe des Jahres. Dorthin werden die Juden des Protektorats geschickt, dann ältere Menschen aus Deutschland und Österreich, denen man eine Unterkunft vorgespiegelt hat. Die Enge, der Hunger und die Krankheiten töten, ohne dass es weiterer Mittel bedürfte; das Ghetto dient zugleich als Durchgangsstation zu den Vernichtungsstätten im Osten. Theresienstadt ist auch der Ort, an dem im Verborgenen Kurse und Konzerte weitergeführt werden.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Tchéquie
Mémorial de la Shoah, Paris ; Yad Vashem, base des communautés.