Die Shoah (1939–1945)
Durchgangsgetto von Izbica
1942·Izbica
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Das Städtchen dient als Schleuse zwischen Westeuropa und den Tötungszentren der Region: Transporte aus dem Reich, aus Österreich und dem Protektorat kippen dort Tausende von Menschen ab, die einige Tage später in die Gaskammern zurückfahren. Diejenigen, die zu lange bleiben, werden auf dem Friedhof erschossen, auf dem Hügel, der die Stadt überragt.
Der Marktflecken Izbica in der Region Lublin wird zu einer Schleuse umfunktioniert: Nachdem ein Teil seiner Bewohner vertrieben wurde, empfängt er die Deportationszüge mit Juden aus dem Reich, aus Österreich und aus Böhmen, die dort unter entsetzlichen Bedingungen warten, bevor sie zu den nahe gelegenen Vernichtungsstätten weitertransportiert werden. In den Straßen und auf dem Friedhof finden Erschießungen statt, um Platz für die Ankommenden zu schaffen. Nur wenige Menschen, die durch diesen Ort hindurchgegangen sind, haben überlebt.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Pologne
Christopher Browning, *Les Origines de la Solution finale* ; *Encyclopedia of Camps and Ghettos*, dirigée par Geoffrey Megargee.