Die Shoah (1939–1945)
Erschießungen der Juden von Šabac und des Konvois von Kladovo
octobre 1941·Šabac
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Die Juden der Stadt und die Flüchtlinge aus Mitteleuropa, die seit Monaten auf der Donau blockiert sind, werden von den deutschen Truppen bis zu den Wiesen neben der Save geführt und erschossen.
Šabac, an der Save, beherbergte seine eigene jüdische Gemeinde, als dort, noch vor der Invasion, mehrere hundert Flüchtlinge aus Mitteleuropa strandeten: ein Konvoi, der von Wien und Bratislava nach Palästina aufgebrochen war, auf der Donau bei Kladovo mangels eines Schiffes festgehalten worden war und anschließend nach Šabac verlegt wurde, wo er monatelang wartete. Die deutsche Besatzung besiegelte das Schicksal der einen wie der anderen. Nach Partisanenangriffen in der Region beschloss die Besatzungsarmee Massenrepressalien. Die Männer der Stadt und des Konvois wurden im Herbst zusammengetrieben, auf die Wiesen nahe einem Weiler an der Save geführt und am Rand der Gruben erschossen. Die Frauen und Kinder des Konvois wurden in das Lager am Messegelände nahe der Hauptstadt gebracht, wo sie im darauffolgenden Winter umkamen.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Serbie
Jaša Romano, *Jevreji Jugoslavije* ; Christopher Browning, *Fateful Months* ; Gabriele Anderl et Walter Manoschek, *Gescheiterte Flucht: Der jüdische « Kladovo-Transport »*.