Die Shoah (1939–1945)
Verfolgung und Deportation der Juden von Bečej
avril 1941·Bečej
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Die Gemeinde von Bečej erlebt das Schicksal der annektierten Bačka: Ausschluss, Requirierung von Männern für Arbeitseinsätze, dann Versammlung und Abfahrt nach Osten im frühen Sommer.
Bečej besaß eine jüdische Gemeinde, die sich entlang der Tisa angesiedelt hatte und vom Getreidehandel und vom Handwerk lebte. Nachdem sie zusammen mit dem Rest der Bačka unter ungarische Verwaltung gekommen war, erlebte sie die inzwischen festgelegte Abfolge: Erfassung, Ausschluss aus den Berufen, Konfiszierung der Betriebe, Einziehung der Männer in Arbeitseinheiten. Die Frauen, Kinder und Alten blieben bis zur deutschen Besatzung Ungarns in der Stadt, die die Schlussphase auslöste. Sie wurden daraufhin zusammengetrieben, durchsucht, der letzten Wertsachen beraubt und anschließend zu den Konvois geleitet, die die Provinz zu Beginn des Sommers verließen. Die Gemeinde von Bečej fand sich nicht wieder zusammen.
- Zeitraum :
- Die Shoah (1939–1945)
- Art :
- Shoah
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Serbie
Jaša Romano, *Jevreji Jugoslavije* ; Randolph Braham, *The Politics of Genocide*.