1900–1939
Pogrom des Oktobermanifests
18-22 octobre 1905·Odessa
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
der tödlichste der Welle, jüdische Viertel vier Tage lang geplündert mit Komplizität der Polizei
Vom achtzehnten bis zum zweiundzwanzigsten Oktober erlebt Odessa das blutigste Pogrom der Welle, die auf das Oktobermannifest folgt. Die jüdischen Viertel werden vier Tage lang verwüstet, mit offener Komplizenschaft der Polizei, die die Selbstschutzgruppen entwaffnet und den Banden freie Hand lässt.
Das Manifest, durch das der Zar eine Verfassung gewährt hatte, war auf den Straßen gefeiert worden. Die Reaktion folgte auf dem Fuß: Die „Schwarzen Hundertschaften" schrieben das Zugeständnis den Juden und den Revolutionären zu, und man traf die Ersteren, um die Letzteren zu treffen. Odessa, wo die jüdische Selbstverteidigung die am besten organisierte im ganzen Reich war, zeigt, dass selbst eine bewaffnete Gemeinschaft einer von der Polizei unterstützten Menge nicht standhält.
- Zeitraum :
- 1900–1939
- Art :
- Pogrom
- Region :
- Mittel- und Osteuropa
- Land :
- Ukraine
Rapports de la commission d'enquête russe ; presse juive d'Odessa.