Frühmittelalter und Kreuzzüge
Almohaden-Verfolgungen
1146-1148·Maghreb, al-Andalus
Die Bilanz wird genau so wiedergegeben, wie die Quelle sie nennt — nie gerundet, nie mit einer anderen addiert. Die Bilanzen überschneiden sich von Ereignis zu Ereignis.
Bekehrung oder Tod. Sijilmassa (150 getötet), Fès, Marrakesch, Tlemcen, Drâa, Ceuta, Sevilla
Die Almohaden, die aus dem Hohen Atlas kamen, stürzten das almoravidische Reich im Namen einer rigoristischen Auslegung der göttlichen Einheit. Mit ihnen verschwand der Status des *dhimmī*, der seit den Anfängen des Islam den Juden und Christen Schutz vor der Kopfsteuer gewährleistet hatte: Unter 'Abd al-Mu'min blieb nur die Konversion, das Exil oder der Tod.
Sijilmassa, Fès, Marrakech, Tlemcen, der Draa, Ceuta und dann die Städte von al-Andalus, die eine nach der anderen erobert wurden — Sevilla, Córdoba, Granada — sahen die Synagogen geschlossen, die Schulen aufgelöst, die Gemeinden en bloc bekehrt. Die Konvertiten blieben verdächtig: Man zwang sie später, eine Sonderkleidung zu tragen, und ihre Kinder wurden den Familien entzogen, um als Muslime erzogen zu werden.
Diese Verfolgung war es, die die Familie von Maïmonide auf die Straße trieb, von Córdoba nach Fès, dann nach Acre und Kairo, und die ihn dazu brachte, die *Épître sur la conversion forcée* zu schreiben: Darin vertritt er gegen einen anonymen Rabbiner, dass derjenige, der die Formel unter Zwang ausgesprochen hat, Jude bleibt und lieber auswandern als sterben soll. Abraham ibn Ezra seinerseits verfasste eine Klage, in der er die erloschenen Gemeinden namentlich nennt.
- Zeitraum :
- Frühmittelalter und Kreuzzüge
- Art :
- Verfolgung
- Region :
- Ägypten und Maghreb
- Land :
- Maroc et Espagne
Maïmonide, *Épître sur la conversion forcée* ; Abraham ibn Ezra, complainte « Ahah yarad » ; Joseph ibn Aqnin, *Ṭibb al-nufūs*.