Die Juden in der Philosophie der Aufklärung (Mendelssohn, Spinoza)
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In der Morgenröte der Moderne prägten zwei jüdische Figuren auf kontrastierende Weise das Verhältnis zwischen Tradition und rationalistischem Denken. Baruch Spinoza (1632-1677), aus der sefardischen Gemeinde in Amsterdam stammend, wurde 1656 exkommuniziert und entwickelte eine Philosophie, die mit der traditionellen Vorstellung von Gott und Offenbarung brach und großen Einfluss auf die westliche Philosophie ausübte. Moses Mendelssohn (1729-1786), in Berlin verehrter Philosoph in den Aufklärungskreisen, bemühte sich dagegen, Treue zum Judentum und Teilhabe an der rationalen Kultur seiner Zeit zu vereinbaren, besonders in seinem Werk Jerusalem. Er war eine zentrale Figur der Haskala, der Bewegung der jüdischen Aufklärung. Diese beiden Lebensläufe stellten dauernd die Frage nach der Vereinbarkeit von Rationalismus, Staatsbürgerschaft und religiöser Tradition.
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Quellen & Ressourcen
- Encyclopaedia Judaica — 2e éd., Keter/Macmillan
- Jewish Virtual Library ↗
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