Der Kulturzionismus (Ahad HaAm)
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Der Kulturzionismus ist die Strömung, die mit Ahad HaAm verbunden ist, dem Pseudonym von Asher Ginsberg (1856-1927), der die geistige und kulturelle Erneuerung des jüdischen Volkes betonte, statt sich nur auf die Gründung eines Staates zu konzentrieren. Als Kritiker des rein politischen Zionismus von Theodor Herzl verteidigte er die Idee, dass Palästina zunächst ein « geistiges Zentrum » werden sollte, das die gesamte Diaspora durch die Wiedergeburt der hebräischen Kultur und Sprache durchdringe. Seine Essays, in einem außerordentlich klaren Hebräisch geschrieben, übten einen erheblichen Einfluss auf Intellektuelle und Pädagogen der yishouv aus. Er betonte auch die moralische Dimension des nationalen Projekts und sorgte sich um die Beziehungen zur arabischen Bevölkerung Palästinas. Sein Denken prägte dauerhaft die Debatten über Identität und Ziel des Zionismus.
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Quellen & Ressourcen
- Encyclopaedia Judaica — 2e éd., Keter/Macmillan
- Jewish Virtual Library ↗
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