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Zakhor
SchnittstelleLieuXXe siècle

Kampala

Region: Ouganda

Register Schnittstelle · Verwahrer, nicht Eigentümer

Veröffentlicht am 22. Juli 2026

Kampala, Hauptstadt Ugandas, ist durch die Uganda Scheme (1903) mit der jüdischen Geschichte verbunden, durch die die britische Regierung der Zionistischen Organisation ein Territorium in Ostafrika zur Errichtung einer jüdischen Heimstätte anbot. Eine kleine jüdische Gemeinde ließ sich dort im 20. Jahrhundert nieder.

Introduction

Kampala, Hauptstadt von Uganda, erstreckt sich über die grünen Hügel, die das nördliche Ufer des Viktoriasees säumen. Nichts in der Erscheinung dieser Metropole Ostafrikas prädestinierte sie dazu, einen singulären Platz in der zeitgenössischen jüdischen Geschichte einzunehmen. Und doch ist der Name « Uganda » selbst — dessen politisches und symbolisches Herz Kampala darstellt — im kollektiven Gedächtnis des jüdischen Volkes untrennbar mit einem gründenden Ereignis verbunden geblieben: jenem berühmten « Uganda Scheme » von 1903, einem Vorschlag, durch den die britische Regierung der Zionistischen Organisation ein Territorium in Ostafrika für die Gründung einer jüdischen Heimstätte anbot [Jewish Virtual Library]. Dieses Projekt, das auf dem Sechsten Zionistischen Kongress in Basel debattiert wurde, kristallisierte eine der tiefsten Kontroversen des entstehenden Zionismus heraus, die den unmittelbaren Schutz verfolgter Juden dem uneingeschränkten Bezug zum Land Zion entgegenstellte.

Die jüdische Geschichte Kampalas entfaltet sich daher auf zwei verschiedenen Ebenen, die man nicht verwechseln darf. Die erste betrifft Diplomatie und Idee: einen Territorialstreit, der trotz seines Namens nie die Hügel Kampalas selbst unmittelbar betraf, sondern ein Plateau weiter östlich. Die zweite betrifft gelebte Geschichte: die einer tatsächlich im 20. Jahrhundert in Uganda gegenwärtigen jüdischen Gemeinde, bestehend aus europäischen Immigranten, Händlern und vor allem aus der erstaunlichen indigenen Gemeinde der Abayudaya, dieser « Söhne Judas », die das Judentum auf den Höhen des östlichen Uganda annahmen. Über Kampala nachzudenken, in einer jüdischen Perspektive, bedeutet somit, über die Spannung zwischen der Erinnerung an ein unvollendetes Projekt und die Geschichte einer realen Gegenwart zu meditieren, ähnlich dieser Dialektik zwischen Erinnerung und Archiv, die Yosef Hayim Yerushalmi meisterhaft erforscht hat [Yerushalmi, 1984].

Versionen (1)
  1. v1 · aktuell · 22. Juli 2026

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Die Tage dieses Buches

Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Kampala dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.

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Quellen & Ressourcen

  • Claire Rubinstein-Cohen, Portrait de la communauté juive de Sousse (Tunisie) : de l'orientalité à l'occidentalisation, un siècle d'histoire (1857-1957) (2011)
  • Sylvie Anne Goldberg, Penser l'histoire juive au début du XXe siècle (2000)
  • Simon Schwarzfuchs, Tlemcen, mille ans d'histoire d'une communauté juive (1997)
  • Élie Barnavi (dir.), Histoire universelle des Juifs. De la Genèse à la fin du XXe siècle (1992)
  • Communauté de Tlemcen, Registres du cimetière juif de Tlemcen
  • Yosef Hayim Yerushalmi, Zakhor. Histoire juive et mémoire juive (1984)
  • Yosef Hayim Yerushalmi, Transmettre l'histoire juive. Entretiens avec Sylvie Anne Goldberg (2012)
  • Delphine Bechtel, La Renaissance culturelle juive en Europe centrale et orientale 1897-1930. Langue, littérature et construction nationale (2002)
  • Jewish Virtual Library

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