Institut Steinsaltz (Israel Institute for Talmudic Publications)
מכון שטיינזלץ
Region: Jérusalem, Israël
Register Geschichte · Verwahrer, nicht Eigentümer
Veröffentlicht am 19. Juni 2026
Institut gegründet von Rabbiner Adin Steinsaltz zur Herausgabe und Übersetzung des Babylonischen Talmud. Es machte den Text in modernem Hebräisch, Englisch und anderen Sprachen zugänglich.
Einleitung
Zu den bedeutenden verlegerischen Unternehmungen des zeitgenössischen Judentums gehören nur wenige, die eine vergleichbare Reichweite erlangt haben wie das Israel Institute for Talmudic Publications, gemeinhin als Institut Steinsaltz bezeichnet, nach dem Namen seines Gründers. Als Instrument eines Projekts von außerordentlichem Ehrgeiz konzipiert — den Babylonischen Talmud jedem jüdischen Leser zugänglich zu machen, ob gelehrt oder unkundig —, verkörpert dieses Institut eines der beharrlichsten Anliegen des modernen jüdischen Denkens: ein Texterbe von beeindruckender Komplexität mit einer Bevölkerung zu versöhnen, deren wachsender Teil den Schlüssel dazu verloren hatte.
Die Institution entstand aus einer persönlichen Überzeugung ebenso wie aus einer kulturellen Diagnose. Ihr Gründer, Rabbiner Adin Even-Israel Steinsaltz, betrachtete die Unkenntnis des Talmuds als eine Form kollektiver Amnesie, die die Kontinuität des jüdischen Volkes selbst bedrohte. Seine Arbeit war vom Wunsch beseelt, einer großen Zahl von Juden ihr Erbe näherzubringen, und „Dass mein Volk wisse" war sein bevorzugter Leitspruch. Um diese programmatische Formel entfaltet sich die Geschichte des Instituts: nicht bloß ein Verlagshaus, sondern eine zivilisatorische Mission, ausgestattet mit einer intellektuellen Infrastruktur.
Dieses Große Buch zeichnet die Geschichte dieser Institution nach, von ihrer Gründung im Jahr 1965 bis zur weltweiten Verbreitung ihrer Talmud-Ausgaben in modernem Hebräisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch. Es bemüht sich, soweit die verfügbaren Quellen dies erlauben, zu unterscheiden, was dem gesicherten Archivstück, der überlieferten Tradition und ihrer Überschneidung zuzurechnen ist.
Versionen (1)
- v1 · aktuell · 19. Juni 2026
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Quellen & Ressourcen
- Adin Steinsaltz, The Essential Talmud (1976)
- Adin Steinsaltz, Introduction au Talmud (1987)
- Jonathan Rosen, The Talmud and the Internet: A Journey between Worlds (2000)
- Sylvie Anne Goldberg, La Clepsydre II. Temps de Jérusalem, temps de Babylone (2004)
- Jeffrey L. Rubenstein, Talmudic Stories: Narrative Art, Composition, and Culture (1999)
- Daniel Boyarin, Carnal Israel: Reading Sex in Talmudic Culture (1993)
- Yaakov Elman, Authority and Tradition: Toseftan Baraitot in Talmudic Babylonia (1994)
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Institut Steinsaltz (Israel Institute for Talmudic Publications) — Zakhor, https://zakhor.ai/de/grands-livres/institutions/institut-steinsaltz