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Zakhor
Gedächtnis🌳 AschkenasischSchmucknameBelegt· Veröffentlicht am 4. Juli 2026

Familie Wajnbaum

Herkunft des Namens, Geschichte und Genealogie der Linie Wajnbaum — ein jüdischer Familienname und seine Spuren.

Patronyme ashkénaze ; langue d'origine du nom : yiddish (d'après Wikidata).

Geografische Herkunft: Pologne

Register Gedächtnis · Verwahrer, nicht Eigentümer

Karte der Lineage

Paris · XXe s.ParisNew York · XXe s.New YorkJérusalem · XXe–XXIe s.JérusalemVarsovie · XVe–XVIIIe s. · Memory (überliefert)VarsovieGalicie (Lemberg) · Fin XVIIIe s.Galicie (Lemberg)Ursprungsheimat — Rhénanie · Moyen Âge (XIIe–XVe s.) · Memory (überliefert)Rhénanie
Ursprungsheimat Diaspora Memory (überliefert)Regionen, rekonstruiert aus den dokumentierten Ursprüngen und der Diaspora.
Die Zeit durchwandern2025
Das Great Book dieser Lineage

Das Great Book — Wajnbaum

Einführung

Der Familienname Wajnbaum — in den Schreibvarianten Weinbaum, Wainbaum, Vaynbojm oder Vaynboym, je nach Transkriptionssystem — gehört zur weitverzweigten Familie der aschkenasisch-jüdischen sogenannten „ornamentalen" oder „künstlichen" Namen. Es handelt sich um einen zusammengesetzten Namen aus zwei deutschen Elementen von bemerkenswerter Durchsichtigkeit: Wein, „Wein" (oder, im übertragenen Sinne, „Rebe"), und Baum, „Baum". Die wörtliche Lesart, der Weinbaum, führt naturgemäß zur Bedeutung „Weinstock" oder „Weinrebe". Weinbaum ist ein aschkenasisch-jüdischer Name, ein Kunstname, zusammengesetzt aus dem deutschen Wein „Wein" und Baum „Baum". Die angelsächsischen onomastischen Nachschlagewerke bestätigen diese Deutung und betonen, dass der Name selbst im Deutschen „vine tree" (Weinbaum) bedeutet, was auf eine Verbindung zum Weinbau oder zum Rebenanbau hinweist.

Die Schreibweise Wajnbaum, mit dem polnischen Digraphen aj (der den Diphthong [ai] wiedergibt), verrät eine Überlieferung durch die polnische Orthographie: Sie verortet die Linie im Bereich der ehemaligen polnisch-litauischen Gebiete und ihrer administrativen Nachfolger — das Königreich Polen (das sogenannte „Kongresspolen"), Galizien unter österreichischer Herrschaft und die westlichen Gouvernements des Russischen Reiches. Diese Form ist die orthographische Schwester des deutschösterreichischen Weinbaum und des jiddischen Vaynboym: ein einziger Name, drei alphabetische Spiegel.

Das vorliegende Werk verfolgt nicht das Ziel, eine individuelle Genealogie nachzuzeichnen — die allein das Familienarchiv zu erschließen vermöchte —, sondern die Geschichte des Namens selbst: seiner Entstehungsbedingungen, seiner Bedeutung, seiner Geographie und seiner Erinnerung. Denn ein jüdischer Familienname aus Osteuropa ist ein Dokument für sich: Er verdichtet eine imperiale Politik, eine Sprache, eine Ästhetik und bisweilen eine Berufung. Das hier verfolgte Vorgehen unterscheidet sorgfältig zwischen dem, was dem Archiv und dem Referenzkatalog entstammt — allen voran den Wörterbüchern von Alexander Beider und Lars Menk —, und dem, was der Hypothese oder der überlieferten Tradition zuzurechnen ist [Wörterbücher der jüdischen Familiennamen Osteuropas und des Jüdisch-Deutschen].

Versionen (1)
  1. v1 · aktuell · 4. Juli 2026

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Namensvarianten (4)

Ein einziger Name, hundert Gesichter.

Derselbe Familienname, unterschiedlich transkribiert je nach Sprache, Epoche und Diaspora.

VainbaumVajnbaumWeinbaoumWeinbaum

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Zum Gedenken

Die Zentrale Datenbank der Namen der Schoah-Opfer von Yad Vashem verzeichnet die Frauen, Männer und Kinder, die während der Schoah ermordet wurden. Sie können dort nach den Personen suchen, die den Namen Wajnbaum trugen.

„Wajnbaum“ bei Yad Vashem suchen

Die Suche erfolgt direkt in den Archiven von Yad Vashem; Zakhor kopiert und speichert keine personenbezogenen Daten. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Namens in der Datenbank ist nicht erschöpfend. Mehr erfahren

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Durchquerte Gemeinschaften

Die Tage dieses Buches

Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Wajnbaum dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.

Ist Ihnen ein Datum bekannt — eine Erinnerung, eine Hilloula, der Jahrestag eines Abschieds? Geben Sie ihm seinen Tag

Bibliografie

  • Rachel Ertel, Le Shtetl. La bourgade juive de Pologne, de la tradition à la modernité (1982)
  • Antony Polonsky, The Jews in Poland and Russia, Volume I: 1350 to 1881 (2010)
  • Antony Polonsky, The Jews in Poland and Russia (2012)
  • Refoel Mahler, Yidn in amolikn Poyln in likht fun tsifern (1958)
  • Meyer Balaban, Yidn in Poyln, shtudyes un shilderungen fun fargangene tkufes (1930)
  • Israel Bartal, The Jews of Eastern Europe, 1772-1881 (2005)
  • Yitskhok Schiper, Di virtshafts-geshikhte fun di yidn in Poyln beysn mitlalter (1926)
  • Yitskhok Schiper, Kultur-geshikhte fun di yidn in Poyln beysn mitlalter (1926)
  • A. Beider ; L. Menk, Dictionnaires des patronymes juifs d'Europe de l'Est (Beider : Empire russe 2008, Royaume de Pologne 1996, Galicie 2004) et judéo-allemands (Menk 2005), Avotaynu

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