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Zakhor
Gedächtnis🌳 Maghrebinischmoderne· dès 1800 EC· Veröffentlicht am 26. Juni 2026

Familie Tayar

טייאר

Herkunft des Namens, Geschichte und Genealogie der Linie Tayar — ein jüdischer Familienname und seine Spuren.

Libysche Familie, deren Victor Tayar einer der Anführer der Tripoli-Gemeinde vor dem Exodus von 1967 nach Italien war.

Geografische Herkunft: Tripoli

Register Gedächtnis · Verwahrer, nicht Eigentümer

Karte der Lineage

Rome · à partir de 1967RomeJérusalem · à partir de 1948–1967JérusalemEspagne · avant 1492 · Memory (überliefert)EspagneTunis · XVe–XVIIIe s. · Memory (überliefert)TunisLivourne · XVIIe–XIXe s. · Memory (überliefert)LivourneUrsprungsheimat — Tripoli · XVIIe–XXe s.Tripoli
Ursprungsheimat Diaspora Memory (überliefert)Regionen, rekonstruiert aus den dokumentierten Ursprüngen und der Diaspora.
Die Zeit durchwandern2025
Das Great Book dieser Lineage

Das Great Book — Tayar

Einleitung

Der Name Tayar gehört jener alten und tiefen Schicht der jüdisch-maghrebinischen Namengebung an, in der sich die arabische Sprache und das jüdische Gedächtnis im Laufe der Jahrhunderte miteinander verflochten haben. Hauptsächlich von jüdischen Familien Nordafrikas getragen — von Marokko bis Libyen, über Tunesien hinweg — bezeichnet er eine Lignée, deren Verzweigungen die großen Bewegungen der sephardischen und orientalischen Diaspora im Mittelmeerraum begleiteten. Den maßgeblichen onomastischen Nachschlagewerken zufolge stammt der Name Tayar oder Tayyar vom arabischen tayyâr ab, was „derjenige, der fliegt" bedeutet — eine Wurzel, aus der sich im modernen Arabischen das Wort tayyâra, „Flugzeug", ableitet. Die Onomastiker unterscheiden indes mehrere Lesarten dieses Beinamens: Er entspricht dem arabischen „tayyâr" mit zwei möglichen Bedeutungen, nämlich entweder demjenigen, der durch die Lüfte fliegt, ein belegter Beiname, oder einem Vogelfänger beziehungsweise Falkner.

Diese Vieldeutigkeit ist das Kennzeichen der Berufs- und Beschreibungsnamen, die die jüdischen Gemeinschaften des Maghreb aus ihrem sprachlichen Umfeld übernommen haben, wie das Werk von Abraham I. Laredo über die Namen der Juden Marokkos auf meisterhafte Weise gezeigt hat [Laredo, Les Noms des Juifs du Maroc, 1978]. Das vorliegende Werk möchte — mit der Vorsicht, die die Seltenheit der Archive gebietet — das Schicksal einer dieser Familien nachzeichnen und insbesondere jenes des libyschen Zweigs der Tayar, dessen Gestalt Victor Tayar — Leiter der jüdischen Gemeinschaft von Tripoli am Vorabend des Exodus von 1967 — das Ende einer jahrtausendealten mediterranen Welt verkörpert. Der Leser wird in diesen Seiten eine Geschichte finden, in der das Archivstück lückenhaft bleibt, in der aber das kollektive Gedächtnis und der belegte Kontext es ermöglichen, eine wahrscheinliche Lebensgeschichte zu rekonstruieren.

Versionen (1)
  1. v1 · aktuell · 26. Juni 2026

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Dieses Buch erzählt die Geschichte der Tayar. Ihre eigene Familie hat vielleicht auch ihr Großes Buch — suchen Sie Ihren Namen, um es zu entdecken, oder um es ins Leben zu rufen.

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zakhor.ai/tayar

Die Adresse zakhor.ai/tayar führt direkt zu dieser Seite. Die Archive, die Genealogie und die Erzählungen, welche die Gemeinschaft dort hinterlegt, werden das hier dargestellte historische Porträt ergänzen.

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Namensvarianten (2)

Ein einziger Name, hundert Gesichter.

Derselbe Familienname, unterschiedlich transkribiert je nach Sprache, Epoche und Diaspora.

Lateinisch1

Tayyar

עברית · Hebräisch1

טייאר

Schreibt Ihre Familie diesen Namen anders?

Zum Gedenken

Die Zentrale Datenbank der Namen der Schoah-Opfer von Yad Vashem verzeichnet die Frauen, Männer und Kinder, die während der Schoah ermordet wurden. Sie können dort nach den Personen suchen, die den Namen Tayar trugen.

„Tayar“ bei Yad Vashem suchen

Die Suche erfolgt direkt in den Archiven von Yad Vashem; Zakhor kopiert und speichert keine personenbezogenen Daten. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Namens in der Datenbank ist nicht erschöpfend. Mehr erfahren

Bedeutende Persönlichkeiten der Linie

Orte des Weges

Durchquerte Gemeinschaften

Die Tage dieses Buches

Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Tayar dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.

Ist Ihnen ein Datum bekannt — eine Erinnerung, eine Hilloula, der Jahrestag eines Abschieds? Geben Sie ihm seinen Tag

Bibliografie

  • Eliahou-Éric Botbol, Vie et destin de la communauté juive de Tlemcen (2000)
  • Lionel Lévy, La Communauté juive de Livourne. Le dernier des Livournais (1996)
  • Joseph Toledano, Les Noms de famille des Juifs d'Afrique du Nord (2003)
  • Abraham I. Laredo, Les Noms des Juifs du Maroc, CSIC, Madrid (1978)

Tags

#maghrebine#tripoli#italie#exode-1967#lieu-geo-auto

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