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Zakhor
Gedächtnis🌳 Osmanischcontemporain· 1862 EC — 1934 EC· Veröffentlicht am 28. Juni 2026

Familie Karasso

קאראסו

Herkunft des Namens, Geschichte und Genealogie der Linie Karasso — ein jüdischer Familienname und seine Spuren.

Einflussreiche jüdische Familie in Salonika. Emmanuel Carasso war Jungtürkischer Abgeordneter von Salonika im ersten Ottomanischen Parlament (1908) und Mitglied des Komitees, das dem Sultan Abdülhamid II. seine Absetzung 1909 mitteilte.

Geografische Herkunft: Salonique

Register Gedächtnis · Verwahrer, nicht Eigentümer

Karte der Lineage

Rome · années 1920–1930RomeParis · XXe s. · Memory (überliefert)ParisSalonique · XVIe–XVIIIe s.SaloniqueIstanbul · après 1912IstanbulUrsprungsheimat — Espagne · Moyen Âge–1492 · Memory (überliefert)Espagne
Ursprungsheimat Diaspora Memory (überliefert)Regionen, rekonstruiert aus den dokumentierten Ursprüngen und der Diaspora.
Die Zeit durchwandern2000
Das Great Book dieser Lineage

Das Great Book — Karasso

Einleitung

Le nom Karasso — orthographiert je nach Quelle als Carasso, Karaso oder in seiner türkisierten Form Karasu — gehört zum großen onomastischen Mosaik der sephardischen Juden des Osmanischen Reiches, und insbesondere zu dem von Saloniki, der „Mutter Israels" (Madre de Israel), Hauptstadt eines mediterranen Judentums, das von der Zeit nach der Vertreibung aus Spanien 1492 bis zur Katastrophe des Zweiten Weltkriegs einer der bedeutendsten Mittelpunkte der jüdischen Welt war. Diese Lignée, deren historischer Ruhm im Wesentlichen auf der Gestalt von Emmanuel Carasso (Emmanuel Karasu) beruht — Anwalt und Politiker aus Saloniki —, verkörpert in exemplarischer Weise den Lebensweg eines gebildeten, durch das Bildungswerk der Alliance israélite universelle französisch geprägten osmanisch-jüdischen Bürgertums, das in die politischen Umwälzungen am Ende des Reiches eingebunden war.

Wie bei den meisten sephardischen Familien des Balkans lässt sich die Geschichte der Karasso nur um den Preis methodischer Sorgfalt rekonstruieren. Das Archivmaterial ist lückenhaft, die kommunalen Register Salonikis sind zum großen Teil im Brand von 1917 und anschließend in der Vernichtung der Gemeinde zwischen 1943 und 1944 verloren gegangen, und die mündlich überlieferte Familienerinnerung vermischt sich häufig mit der Legende. Das vorliegende Werk unterscheidet daher Abschnitt für Abschnitt zwischen dem, was zur gesicherten Geschichte gehört, was wahrscheinlich oder konjektural bleibt, und dem, was der überlieferten Erinnerung entstammt. Saloniki, eine Stadt, in der die Juden am Vorabend des Ersten Weltkriegs die zahlreichste Gemeinschaft bildeten und dem städtischen Leben seinen Rhythmus gaben — der Hafen ruhte am Sabbat —, bildet den unumgänglichen Rahmen dieser Erzählung [Naar, 2016].

Versionen (1)
  1. v1 · aktuell · 28. Juni 2026

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Die Adresse zakhor.ai/karasso führt direkt zu dieser Seite. Die Archive, die Genealogie und die Erzählungen, welche die Gemeinschaft dort hinterlegt, werden das hier dargestellte historische Porträt ergänzen.

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Namensvarianten (2)

Ein einziger Name, hundert Gesichter.

Derselbe Familienname, unterschiedlich transkribiert je nach Sprache, Epoche und Diaspora.

Lateinisch1

Carasso

עברית · Hebräisch1

קאראסו

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Bemerkenswerte Persönlichkeiten

  • 1.

    Emmanuel Carasso

    Député ottoman Jeune-Turc

Zum Gedenken

Die Zentrale Datenbank der Namen der Schoah-Opfer von Yad Vashem verzeichnet die Frauen, Männer und Kinder, die während der Schoah ermordet wurden. Sie können dort nach den Personen suchen, die den Namen Karasso trugen.

„Karasso“ bei Yad Vashem suchen

Die Suche erfolgt direkt in den Archiven von Yad Vashem; Zakhor kopiert und speichert keine personenbezogenen Daten. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Namens in der Datenbank ist nicht erschöpfend. Mehr erfahren

Bedeutende Persönlichkeiten der Linie

Orte des Weges

Durchquerte Gemeinschaften

Regionen der Diaspora

GrèceTurquieItalie

Die Tage dieses Buches

Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Karasso dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.

Ist Ihnen ein Datum bekannt — eine Erinnerung, eine Hilloula, der Jahrestag eines Abschieds? Geben Sie ihm seinen Tag

Bibliografie

  • Devin E. Naar, Jewish Salonica. Between the Ottoman Empire and Modern Greece (2016)
  • Olga Borovaya, Modern Ladino Culture: Press, Belles Lettres, and Theater in the Late Ottoman Empire (2012)
  • Salomon Malka, Emmanuel Lévinas. La vie et la trace (2002)
  • Catherine Chalier, La trace de l'infini. Emmanuel Levinas et la source hébraïque (2002)
  • Benny Lévy, Visage continu. La pensée du retour chez Emmanuel Levinas (1998)
  • Emmanuel Levinas, Le temps et l'autre (1983)
  • Emmanuel Levinas, Éthique et infini. Dialogues avec Philippe Nemo (1982)
  • Emmanuel Levinas, De Dieu qui vient à l'idée (1982)
  • Emmanuel Levinas, L'au-delà du verset. Lectures et discours talmudiques (1982)
  • Emmanuel Levinas, Du sacré au saint. Cinq nouvelles lectures talmudiques (1977)
  • Emmanuel Levinas, Autrement qu'être ou au-delà de l'essence (1974)
  • Emmanuel Levinas, Quatre lectures talmudiques (1968)

Tags

#ottomane#salonique#jeunes-turcs#lieu-geo-auto

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