Familie Hroisman
Herkunft des Namens, Geschichte und Genealogie der Linie Hroisman — ein jüdischer Familienname und seine Spuren.
Aschkenasischer Familienname; Ursprungssprache des Namens: Ukrainisch (von jüdischen Persönlichkeiten getragen, nach Wikidata).
Register Gedächtnis · Verwahrer, nicht Eigentümer
Karte der Lineage
Das Great Book — Hroisman
Einführung
Der Familienname Hroisman gehört zur weitläufigen Familie der aschkenasischen jüdischen Namen, die in den slawischen Landen Osteuropas entstanden sind. Den Wikidata-Angaben zufolge handelt es sich um einen Familienname ukrainischer Herkunft, der von jüdischen Persönlichkeiten getragen wird [Q55014015 — Wikidata]. Diese Form mit ihrem anlautenden H spiegelt sehr genau die ukrainische Phonetik wider, in der der dem ostslawischen g entsprechende Laut wie eine glottale Frikative ausgesprochen wird — ein gehauchtes h —, während das Russische ein okklusive g beibehält. So liest sich dieselbe onomastische Wurzel unter russischer Feder als Groisman (oder Groysman) und unter ukrainischer Feder als Hroisman: zwei Schreibweisen für ein einziges Erbe.
Dieser Name geht höchstwahrscheinlich auf den deutsch-jiddischen Stamm Groisman / Grossman zurück, der aus dem jiddischen Adjektiv groys („groß") gebildet ist, das seinerseits aus dem Deutschen gross stammt und um das Suffix -man erweitert wurde. Die maßgeblichen Arbeiten von Alexander Beider über jüdische Namen im Russischen Reich und in Galizien sowie jene von Lars Menk über jüdisch-deutsche Namen ordnen diese Patronymfamilie in die Tradition der beschreibenden Beinamen ein — große Körpergröße, eindrucksvolle Statur, bisweilen gesellschaftliches Ansehen —, die im Zuge der großen Zivilstandserfassungskampagnen des 18. und 19. Jahrhunderts erblich wurden [Wörterbücher der jüdischen Familienamen Osteuropas und der jüdisch-deutschen Namen, Beider & Menk].
Die Linie Hroisman zu verfolgen bedeutet also, einem feinen Faden zu folgen, der durch die jiddische Sprache, das imperiale Recht, das Gemeinschaftsleben der shtetlekh in der Ukraine und Podolien sowie die Prüfungen des 20. Jahrhunderts führt. In Ermangelung lückenloser Familienarchive verfährt dieses Buch in konzentrischen Kreisen: von der Sprache zum Namen, vom Namen zur Gemeinschaft, von der Gemeinschaft zur Geschichte — und unterscheidet dabei sorgfältig zwischen dem Gesicherten und dem bloß Wahrscheinlichen.
Versionen (1)
- v1 · aktuell · 12. Juli 2026
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Dieses Buch erzählt die Geschichte der Hroisman. Ihre eigene Familie hat vielleicht auch ihr Großes Buch — suchen Sie Ihren Namen, um es zu entdecken, oder um es ins Leben zu rufen.
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zakhor.ai/hroismanDie Adresse zakhor.ai/hroisman führt direkt zu dieser Seite. Die Archive, die Genealogie und die Erzählungen, welche die Gemeinschaft dort hinterlegt, werden das hier dargestellte historische Porträt ergänzen.
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<a href="https://zakhor.ai/de/grands-livres/familles/hroisman">Le Grand Livre — Hroisman — Zakhor</a>Citation
Le Grand Livre — Hroisman — Zakhor, https://zakhor.ai/de/grands-livres/familles/hroismanNamensvarianten (4)
Ein einziger Name, hundert Gesichter.
Derselbe Familienname, unterschiedlich transkribiert je nach Sprache, Epoche und Diaspora.
Lateinisch3
Кириллица · Kyrillisch1
Schreibt Ihre Familie diesen Namen anders?
Zum Gedenken
Die Zentrale Datenbank der Namen der Schoah-Opfer von Yad Vashem verzeichnet die Frauen, Männer und Kinder, die während der Schoah ermordet wurden. Sie können dort nach den Personen suchen, die den Namen Hroisman trugen.
„Hroisman“ bei Yad Vashem suchenDie Suche erfolgt direkt in den Archiven von Yad Vashem; Zakhor kopiert und speichert keine personenbezogenen Daten. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Namens in der Datenbank ist nicht erschöpfend. Mehr erfahren
Bedeutende Persönlichkeiten der Linie
Die Tage dieses Buches
Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Hroisman dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.
Ist Ihnen ein Datum bekannt — eine Erinnerung, eine Hilloula, der Jahrestag eines Abschieds? Geben Sie ihm seinen Tag
Bibliografie
- Delphine Bechtel, La Renaissance culturelle juive en Europe centrale et orientale 1897-1930. Langue, littérature et construction nationale (2002)
- Jean Baumgarten, Le Yiddish. Histoire d'une langue errante (2002)
- Yair Mintzker, The Many Deaths of Jew Suss: The Notorious Trial and Execution of an Eighteenth-Century Court Jew (2017)
- Daniel Jutte, The Age of Secrecy: Jews, Christians, and the Economy of Secrets, 1400-1800 (2015)
- Maoz Kahana, Mi-Prag li-Presburg: ketivah hilkhatit be-olam mishtaneh (From Prague to Pressburg) (2015)
- Jeffrey R. Woolf, The Fabric of Religious Life in Medieval Ashkenaz (1000-1300): Creating Sacred Communities (2015)
- Haym Soloveitchik, Collected Essays, Volume II (2014)
- Elisheva Baumgarten, Practicing Piety in Medieval Ashkenaz: Men, Women, and Everyday Religious Observance (2014)
- Ephraim Kanarfogel, The Intellectual History and Rabbinic Culture of Medieval Ashkenaz (2013)
- Michael Toch, The Economic History of European Jews: Late Antiquity and Early Middle Ages (2013)
- Alan T. Levenson, The Wiley-Blackwell History of Jews and Judaism (2012)
- Edward Fram, A Window on Their World: The Court Diaries of Rabbi Hayyim Gundersheim, Frankfurt am Main, 1773-1794 (2012)
- Q55014015 — Wikidata ↗
- A. Beider ; L. Menk, Dictionnaires des patronymes juifs d'Europe de l'Est (Beider : Empire russe 2008, Royaume de Pologne 1996, Galicie 2004) et judéo-allemands (Menk 2005), Avotaynu