Familie Felberbaum
Herkunft des Namens, Geschichte und Genealogie der Linie Felberbaum — ein jüdischer Familienname und seine Spuren.
Jewish family of Italy. Cited by S. Schaerf, « I cognomi degli ebrei d'Italia » (Firenze, 1925).
Geografische Herkunft: Italie
Register Gedächtnis · Verwahrer, nicht Eigentümer
Karte der Lineage
Das Great Book — Felberbaum
Introduction
Der Name Felberbaum gehört zu jener Kategorie jüdischer Familiennamen, die das Andenken an eine Landschaft und eine Lebensbedingung in ihrer Etymologie selbst bewahren. Zusammengesetzt aus den deutschen Wörtern Felber — eine dialectale Variante, besonders in Bayern und Österreich gebräuchlich, die die Weide (Weide) bezeichnet — und Baum, der Baum, bedeutet er wörtlich « die Weide », « der Weidenbaum ». Er gehört zur großen Familie der sogenannten « ornamentalen » oder « vegetalen toponymischen » germanischen Namen, welche die kaiserlichen Verwaltungen Österreich-Ungarns und Preußens den Juden Mittel- und Osteuropas während der großen Kampagnen zur Fixierung der Familiennamen zwischen dem späten 18. Jahrhundert und dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts aufzwangen. Die Weide, Baum der Ufer und feuchten Orte, Baum, der sich biegt ohne zu brechen, bot ein Bild, das das Familiengedächtnis später mit Sinn erfüllen konnte: die Geschmeidigkeit in der Prüfung, die Verwurzelung in unsicherer Erde.
Der Referenzeintrag verbindet die Felberbaum jedoch mit Italien, da sie im Bahnbrechenden Verzeichnis von Samuel Schaerf, I cognomi degli ebrei d'Italia (Florenz, 1925), dem ersten systematischen Inventar der jüdischen Familiennamen der Halbinsel, aufgeführt sind. Diese doppelte Zugehörigkeit — eine Etymologie aus Mitteleuropa, ein italienischer Beleg — hat nichts Widersprechendes: sie ist vielmehr charakteristisch für die modernen jüdischen Zirkulationen, in denen aschkenasische Familien in Migrationswellen die Häfen und Handelsstädte Italiens erreichten, besonders Triest, Venedig und Livorno. Wie Robert Bonfil gezeigt hat, war das italienisch-jüdische Leben bereits seit der Renaissance ein Kreuzungspunkt, an dem sich italkim-, sephardische und aschkenasische Traditionen begegneten [Bonfil, 1994]. Das vorliegende Buch folgt diesem zarten, aber realen Faden, ohne je das Archiv zu zwingen.
Versionen (1)
- v1 · aktuell · 20. Juli 2026
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Le Grand Livre — Felberbaum — Zakhor, https://zakhor.ai/de/grands-livres/familles/felberbaumSchreibt Ihre Familie diesen Namen anders?
Zum Gedenken
Die Zentrale Datenbank der Namen der Schoah-Opfer von Yad Vashem verzeichnet die Frauen, Männer und Kinder, die während der Schoah ermordet wurden. Sie können dort nach den Personen suchen, die den Namen Felberbaum trugen.
„Felberbaum“ bei Yad Vashem suchenDie Suche erfolgt direkt in den Archiven von Yad Vashem; Zakhor kopiert und speichert keine personenbezogenen Daten. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Namens in der Datenbank ist nicht erschöpfend. Mehr erfahren
Die Tage dieses Buches
Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Felberbaum dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.
Ist Ihnen ein Datum bekannt — eine Erinnerung, eine Hilloula, der Jahrestag eines Abschieds? Geben Sie ihm seinen Tag
Bibliografie
- Robert Bonfil, Jewish Life in Renaissance Italy (1994)
- Giulia Tamani, Manoscritti ebraici decorati in Italia (2010)
- Dominique Natanson, Mémoire Juive & Éducation (memoirejuive.fr) (1997)
- Léon Askénazi, La parole et l'écrit. I. Penser la tradition juive aujourd'hui (1999)
- Armand Abécassis, La pensée juive. 1. Du désert au désir (1987)
- Maurice-Ruben Hayoun, La philosophie juive (2023)
- Yosef Hayim Yerushalmi, Zakhor. Histoire juive et mémoire juive (1984)
- Colette Sirat, La philosophie juive au Moyen Âge selon les textes manuscrits et imprimés (1983)