Familie Czatkis
Herkunft des Namens, Geschichte und Genealogie der Linie Czatkis — ein jüdischer Familienname und seine Spuren.
Jüdische Familie aus Italien. Zitiert von S. Schaerf, « I cognomi degli ebrei d'Italia » (Firenze, 1925).
Geografische Herkunft: Italie
Register Gedächtnis · Verwahrer, nicht Eigentümer
Karte der Lineage
Das Great Book — Czatkis
Introduction
Der Name Czatkis gehört zu jener Kategorie jüdischer Patronyme, deren einziger wissenschaftlicher Beleg sich in einem maßgeblichen onomastischen Nachschlagewerk findet: Samuele Schaerf trägt ihn in I cognomi degli ebrei d'Italia (Florenz, 1925) unter den Namen auf, die von jüdischen Familien auf der italienischen Halbinsel getragen wurden. Diese Quelle allein begründet und begrenzt das, was man mit Sicherheit behaupten kann. Sie ordnet die Lineage in das Italien der israelitischen Gemeinden ein, zwischen dem Ende der risorgimentalen Emanzipation und der Zwischenkriegszeit, in einem Moment, als die italienische jüdische Gelehrsamkeit gerade danach strebte, Familiennamen zu erfassen, zu klassifizieren und zu interpretieren — als Spuren von Migrationswegen.
Die Geschichte des italienischen Judentums ist die Geschichte eines Knotenpunkts. Wie Robert Bonfil gezeigt hat, war das jüdische Leben der italienischen Renaissance ein dichtes Geflecht von Mobilitäten, Austausch und Umgestaltungen der Gemeinden, in dem alte italienische Kerne (italkim), Sefarden aus Iberien nach 1492 und Aschkenrasen aus germanischen und slawischen Landen zusammenlebten [Bonfil, Jewish Life in Renaissance Italy, 1994]. In diese Vielfalt muss ein Name wie Czatkis eingeordnet werden, dessen Morphologie — die Schreibweise cz, die Endung auf -kis oder -kes — das Ohr eher nach Mittel- und Osteuropa lenkt als zu italischem oder sefardischem Bestand. Das vorliegende Große Buch bemüht sich darum, mit Vorsicht den Kontext wiederherzustellen, der diese Spur Bedeutung gibt, ohne je der Versuchung nachzugeben, die Stille des Archivs durch Phantasie zu füllen.
Versionen (1)
- v1 · aktuell · 27. Juli 2026
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Dieses Buch erzählt die Geschichte der Czatkis. Ihre eigene Familie hat vielleicht auch ihr Großes Buch — suchen Sie Ihren Namen, um es zu entdecken, oder um es ins Leben zu rufen.
Um die Memory, die Familienarchive und die Zeugnisse der Lineage Czatkis tiefer zu erkunden, merken und teilen Sie ihre eigene Adresse:
zakhor.ai/czatkisDie Adresse zakhor.ai/czatkis führt direkt zu dieser Seite. Die Archive, die Genealogie und die Erzählungen, welche die Gemeinschaft dort hinterlegt, werden das hier dargestellte historische Porträt ergänzen.
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Le Grand Livre — Czatkis — Zakhor, https://zakhor.ai/de/grands-livres/familles/czatkisSchreibt Ihre Familie diesen Namen anders?
Zum Gedenken
Die Zentrale Datenbank der Namen der Schoah-Opfer von Yad Vashem verzeichnet die Frauen, Männer und Kinder, die während der Schoah ermordet wurden. Sie können dort nach den Personen suchen, die den Namen Czatkis trugen.
„Czatkis“ bei Yad Vashem suchenDie Suche erfolgt direkt in den Archiven von Yad Vashem; Zakhor kopiert und speichert keine personenbezogenen Daten. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Namens in der Datenbank ist nicht erschöpfend. Mehr erfahren
Die Tage dieses Buches
Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Czatkis dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.
Ist Ihnen ein Datum bekannt — eine Erinnerung, eine Hilloula, der Jahrestag eines Abschieds? Geben Sie ihm seinen Tag
Bibliografie
- Robert Bonfil, Jewish Life in Renaissance Italy (1994)
- Giulia Tamani, Manoscritti ebraici decorati in Italia (2010)
- Eliahou-Éric Botbol, Vie et destin de la communauté juive de Tlemcen (2000)
- Lionel Lévy, La Nation juive portugaise. Livourne, Amsterdam, Tunis, 1591-1951 (1999)
- Dominique Natanson, Mémoire Juive & Éducation (memoirejuive.fr) (1997)
- Lionel Lévy, La Communauté juive de Livourne. Le dernier des Livournais (1996)
- Communauté juive de Sidi Bel Abbès, Archives rabbiniques de Sidi Bel Abbès
- Léon Askénazi, La parole et l'écrit. I. Penser la tradition juive aujourd'hui (1999)
- Armand Abécassis, La pensée juive. 1. Du désert au désir (1987)
- Maurice-Ruben Hayoun, La philosophie juive (2023)
- Yosef Hayim Yerushalmi, Zakhor. Histoire juive et mémoire juive (1984)
- Colette Sirat, La philosophie juive au Moyen Âge selon les textes manuscrits et imprimés (1983)