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Zakhor
Gedächtnis🌳 Aschkenasisch· Veröffentlicht am 9. Juli 2026

Familie Biderman

Herkunft des Namens, Geschichte und Genealogie der Linie Biderman — ein jüdischer Familienname und seine Spuren.

Jiddischer Familienname ("ehrenhafter Mann").

Geografische Herkunft: Pologne / Galicie

Register Gedächtnis · Verwahrer, nicht Eigentümer

Karte der Lineage

Safed · milieu du XIXe s.SafedJérusalem · XIXe–XXe s.JérusalemBnei Brak · XXe–XXIe s.Bnei BrakGalicie (Lemberg) · XIXe s.Galicie (Lemberg)Ursprungsheimat — Cracovie · 1ère moitié du XIXe s.Cracovie
Ursprungsheimat Diaspora Memory (überliefert)Regionen, rekonstruiert aus den dokumentierten Ursprüngen und der Diaspora.
Die Zeit durchwandern2025
Das Great Book dieser Lineage

Das Great Book — Biderman

Einleitung

Der Familienname Biderman gehört zu jener weitverzweigten Familie jüdisch-aschkenasischer Namen, die aus einem germanischen Charakteradjektiv gebildet wurden, das in die jiddischsprachige Welt Mittel- und Osteuropas übertragen und dort festgeschrieben wurde. Den maßgeblichen onomastischen Referenzwerken zufolge leitet er sich vom mittelhochdeutschen biderman (auch biedermann geschrieben) ab, das heißt „ehrlicher Mann, rechtschaffener Mann, aufrechter Mann" — eine Zusammensetzung aus bider („ehrlich, redlich, vertrauenswürdig") und man („Mann") [Wörterbücher der jüdischen Familiennamen Osteuropas und des jüdisch-deutschen Raums]. Der Name gehört damit zur Kategorie der sogenannten „laudativen" oder „Tugend"-Familiennamen, von denen die aschkenasisch-jüdische Onomastik zahlreiche Beispiele kennt: Ehrlich („ehrlich"), Gutman („guter Mann"), Fromm („fromm"), Redlich („redlich"). Diese Bezeichnungen konnten, bevor sie zu erblichen Familiennamen wurden, als individuelle Beinamen dienen, die von der Gemeinschaft vergeben wurden, ehe ihre administrative Verfestigung eintrat.

Zu Beginn gilt es, zwei Wirklichkeiten zu unterscheiden, die der Leser keinesfalls verwechseln sollte. Einerseits eine sprachliche und onomastische Geschichte des Namens, die durch die Lexikographie jüdischer Familiennamen solide begründet ist. Andererseits eine soziale und familiengeschichtliche Geschichte der Namensträger, die über Polen, Galizien, das Russische Reich und die jüdisch-deutschen Lande verstreut waren und deren Lebenswege keineswegs eine einzige Linie, sondern eine Konstellation gleichnamiger Familien bilden. Das vorliegende Werk hat es sich zur Aufgabe gesetzt, diese Dualität aufrichtig wiederzugeben, indem es stets unterscheidet, was dem gesicherten Archivstück, der überlieferten Tradition und der angenommenen redaktionellen Vermutung zuzuordnen ist.

Versionen (1)
  1. v1 · aktuell · 9. Juli 2026

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Die Adresse zakhor.ai/biderman führt direkt zu dieser Seite. Die Archive, die Genealogie und die Erzählungen, welche die Gemeinschaft dort hinterlegt, werden das hier dargestellte historische Porträt ergänzen.

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Zum Gedenken

Die Zentrale Datenbank der Namen der Schoah-Opfer von Yad Vashem verzeichnet die Frauen, Männer und Kinder, die während der Schoah ermordet wurden. Sie können dort nach den Personen suchen, die den Namen Biderman trugen.

„Biderman“ bei Yad Vashem suchen

Die Suche erfolgt direkt in den Archiven von Yad Vashem; Zakhor kopiert und speichert keine personenbezogenen Daten. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Namens in der Datenbank ist nicht erschöpfend. Mehr erfahren

Bedeutende Persönlichkeiten der Linie

Orte des Weges

Durchquerte Gemeinschaften

Die Tage dieses Buches

Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Biderman dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.

Ist Ihnen ein Datum bekannt — eine Erinnerung, eine Hilloula, der Jahrestag eines Abschieds? Geben Sie ihm seinen Tag

Bibliografie

  • Alyssa Quint, The Rise of the Modern Yiddish Theater (2019)
  • Debra Caplan, Yiddish Empire: The Vilna Troupe, Jewish Theater, and the Art of Itinerancy (2018)
  • Kathryn Hellerstein, A Question of Tradition: Women Poets in Yiddish, 1586-1987 (2014)
  • Dovid Katz, Words on Fire: The Unfinished Story of Yiddish (2004)
  • Sarah Abrevaya Stein, Making Jews Modern: The Yiddish and Ladino Press in the Russian and Ottoman Empires (2004)
  • Jean Baumgarten, Le Yiddish. Histoire d'une langue errante (2002)
  • Mikhail Krutikov, Yiddish Fiction and the Crisis of Modernity, 1905-1914 (2001)
  • Naomi Seidman, A Marriage Made in Heaven: The Sexual Politics of Hebrew and Yiddish (1997)
  • Nahma Sandrow, Vagabond Stars: A World History of Yiddish Theater (1996)
  • David G. Roskies, A Bridge of Longing: The Lost Art of Yiddish Storytelling (1995)
  • Ken Frieden, Classic Yiddish Fiction: Abramovitsh, Sholem Aleichem, and Peretz (1995)
  • A. Beider ; L. Menk, Dictionnaires des patronymes juifs d'Europe de l'Est (Beider : Empire russe 2008, Royaume de Pologne 1996, Galicie 2004) et judéo-allemands (Menk 2005), Avotaynu

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