Familie Beifus
Herkunft des Namens, Geschichte und Genealogie der Linie Beifus — ein jüdischer Familienname und seine Spuren.
Hausname von Frankfurt (vom Schild « zum Beifuss », Beifuß), Patronym der Judengasse.
Geografische Herkunft: Allemagne (Francfort)
Karte der Lineage
Das Great Book — Beifus
Einführung
Der Familienname Beifus — der auch in den Schreibweisen Beifuss, Beyfus oder Beyfuss begegnet — gehört zu einer ganz besonderen Kategorie jüdischer Familiennamen: jener der Hausnamen, der in der jüdischen Gasse Frankfurts am Main entstandenen Namen, der berühmten Judengasse. Bevor der moderne Gebrauch erbliche Familiennamen festschrieb, identifizierten sich die Juden Frankfurts nicht durch einen Familiennamen im heutigen Sinne, sondern durch das gemalte oder geschnitzte Schild, das die Fassade ihrer Behausung zierte. Beifus verweist damit auf das Hauszeichen „zum Beifuss" — nach dem Namen der Pflanze Artemisia vulgaris, des gemeinen Beifußes, dessen deutscher Name Beifuß dieses Heilkraut noch heute bezeichnet.
Diesen Namen zu verstehen bedeutet, in eine in sich geschlossene und einzigartige Welt einzutauchen: jene eines engen Ghettos, in dem der gesättigte Raum weder eine Hausnummerierung noch die Anonymität der Großstadt zuließ, und in dem die Identität buchstäblich von den Wänden abzulesen war. Auf Hausnamen (namentlich solche der Frankfurter Judengasse) gehen z.B. Rothschild (Haus mit dem roten Schild), Schwarzschild, Adler, Strauss, Gans, Einhorn, Stern u.a. zurück. Der Beifus nimmt in dieser selben Namensfamilie seinen Platz ein, neben dem bekanntesten von ihnen, dem Rothschild des „roten Schildes".
Dieses Große Buch hat sich zur Aufgabe gesetzt, mit der Umsicht des Historikers Ursprung, Umfeld und Werdegang eines Namens nachzuzeichnen, dessen scheinbare Bescheidenheit — ein schlichtes Wegkraut — eine dichte Geschichte verbirgt: jene einer eingeschlossenen Gemeinschaft, die aus der Beschränkung eine Kunst der Erinnerung machte und Hausschilder in Lignées verwandelte.
Versionen (1)
- v1 · aktuell · 3. Juli 2026
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Dieses Buch erzählt die Geschichte der Beifus. Ihre eigene Familie hat vielleicht auch ihr Großes Buch — suchen Sie Ihren Namen, um es zu entdecken, oder um es ins Leben zu rufen.
Um die Memory, die Familienarchive und die Zeugnisse der Lineage Beifus tiefer zu erkunden, merken und teilen Sie ihre eigene Adresse:
zakhor.ai/beifusDie Adresse zakhor.ai/beifus führt direkt zu dieser Seite. Die Archive, die Genealogie und die Erzählungen, welche die Gemeinschaft dort hinterlegt, werden das hier dargestellte historische Porträt ergänzen.
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Das Große Buch — Beifus — Zakhor, https://zakhor.ai/de/grands-livres/familles/beifusNamensvarianten (3)
Ein einziger Name, hundert Gesichter.
Derselbe Familienname, unterschiedlich transkribiert je nach Sprache, Epoche und Diaspora.
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Zum Gedenken
Die Zentrale Datenbank der Namen der Schoah-Opfer von Yad Vashem verzeichnet die Frauen, Männer und Kinder, die während der Schoah ermordet wurden. Sie können dort nach den Personen suchen, die den Namen Beifus trugen.
„Beifus“ bei Yad Vashem suchenDie Suche erfolgt direkt in den Archiven von Yad Vashem; Zakhor kopiert und speichert keine personenbezogenen Daten. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Namens in der Datenbank ist nicht erschöpfend. Mehr erfahren
Bedeutende Persönlichkeiten der Linie
Orte des Weges
Die Tage dieses Buches
Dieses Buch trägt noch keinen Gedenktag. Die Quellen, die Beifus dokumentieren, geben Jahre und Jahrhunderte an, nie einen Tag; wir erfinden keinen.
Ist Ihnen ein Datum bekannt — eine Erinnerung, eine Hilloula, der Jahrestag eines Abschieds? Geben Sie ihm seinen Tag
Bibliografie
- Edward Fram, A Window on Their World: The Court Diaries of Rabbi Hayyim Gundersheim, Frankfurt am Main, 1773-1794 (2012)
- Amos Elon, The Pity of It All: A Portrait of Jews in Germany, 1743-1933 (2002)
- Ruth Gay, The Jews of Germany: A Historical Portrait (1992)
- Dean Phillip Bell, Sacred Communities: Jewish and Christian Identities in Fifteenth-Century Germany (2001)